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Ganzheitliches Datenmanagement Was ist Data-Governance?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 4 min Lesedauer

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Data-Governance steht für ganzheitliches Management von Daten, die in einem Unternehmen oder einer Organisation verwendet werden. Es beinhaltet Richtlinien und Vorgehensweisen, um die Qualität, den Schutz und die Sicherheit der Daten zu gewährleisten und sorgt für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben.

Data-Governance umfasst das ganzheitliche Management von Daten über deren Lebenszyklus hinweg, um Sicherheits- und Qualitätsstandards zu sichern, Prozesse kontinuierlich zu optimieren und rechtliche Vorgaben einzuhalten. Dies beinhaltet die Datenpflege, den Schutz und die Einhaltung von Datenschutzgesetzen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Data-Governance umfasst das ganzheitliche Management von Daten über deren Lebenszyklus hinweg, um Sicherheits- und Qualitätsstandards zu sichern, Prozesse kontinuierlich zu optimieren und rechtliche Vorgaben einzuhalten. Dies beinhaltet die Datenpflege, den Schutz und die Einhaltung von Datenschutzgesetzen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der Begriff Data-Governance steht für ein ganzheitliches Management von Daten über ihren kompletten Lebenszyklus in einem Unternehmen oder einer Organisation. Das Management beinhaltet Prozesse, Methoden und schriftlichen Vorgaben, wie mit den Daten umzugehen ist, um die Einhaltung der Datensicherheit, des Datenschutzes, der Datenintegrität und der Datenqualität zu gewährleisten. In der Regel existiert ein komplettes Programm zur Datenkontrolle, Datenplanung und Datenbereitstellung.

Weitere wichtige Aufgaben der Data-Governance sind die Erfüllung aller bestehender rechtlicher Vorgaben und die Bereitstellung von Tools für den sicheren Zugriff zur Arbeit mit den Daten. Es handelt sich um kein einmaliges Projekt, sondern einen kontinuierlichen Prozess. Abhängig von der Größe eines Unternehmens oder einer Organisation sind einzelne Personen oder komplette Abteilungen für die Einführung und die Kontrolle der Data-Governance verantwortlich. Sie überwachen die aufgestellten Vorgaben und optimieren kontinuierlich die geschaffenen Prozesse.

Die Ziele der Data-Governance

Das Hauptziel ist die Einhaltung maßgeblicher Qualitäts-, Sicherheits- und Verarbeitungsstandards für Daten. Data-Governance sorgt für klare Regeln und Vorgaben im Umgang mit Daten und schafft dadurch einen Mehrwert für das Unternehmen. Für die Mitarbeiter ist der Zugriff auf die für ihre Arbeit benötigten Daten genau definiert und geregelt. Gleichzeitig lassen sich Kosten für die Verwaltung und Speicherung der Daten durch das strukturierte Konzept optimieren. Die Einhaltung rechtlicher Vorgaben reduziert Risiken für das Unternehmen und verhindert Strafen durch Verstöße.

Zentrale Begriffe der Data-Governance

Zentrale Begriffe im Umgang mit den Daten sind:

  • Datenqualität,
  • Datenpflege,
  • Datenschutz,
  • Datensicherheit,
  • Daten-Compliance.

Für diese Bereiche stellt die Data-Governance geeignete Prozesse und Werkzeuge zur Verfügung, um maßgebliche Standards einzuhalten. Im Bereich der Datenqualität ist sicherzustellen, dass die Daten vollständig und aktuell vorliegen und verfügbar sind. Die Datenpflege kümmert sich um die Anreicherung und Korrektur von Datensätzen. Im Bereich des Datenschutzes steht der konforme Umgang mit vertraulichen Daten im Vordergrund. Die Datensicherheit verhindert unbefugte Zugriffe und unbefugtes Lesen von Daten. Die Daten-Compliance schließlich sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben oder firmen- und brancheninterner Standards.

Die Einführung der Data-Governance in einem Unternehmen oder einer Organisation

Die Einführung der Data-Governance in einem Unternehmen oder einer Organisation umfasst mehrere Einzelschritte. Zu Beginn steht eine Bestandsaufnahme zum aktuellen Ist-Zustand im Umgang mit den Daten.

Es ist anschließend zu definieren, wer Eigentümer der Daten ist, wer die Daten verwaltet und wer welche Zugriffsrechte auf bestimmte Daten erhält. In einem weiteren Schritt erfolgt die Definition von Prozessen, die Daten sichern, schützen, speichern und archivieren. Es werden Vorgaben geschaffen, wie Daten verwendet werden dürfen und welche Personen oder Abteilungen für bestimmte Aktionen autorisiert sind. Kontrollprozesse sorgen für eine kontinuierliche Überwachung der Compliance und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben.

Beteiligt an der Einführung sind Personen und Teams aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Neben Datenexperten wirken Mitarbeiter aus der IT, aus Rechtsabteilungen und aus anderen Fachbereichen mit.

Herausforderungen bei der Umsetzung von Data-Governance

Die Implementierung einer effektiven Data-Governance ist oft mit Herausforderungen verbunden. Eine der größten Hürden ist der kulturelle Wandel, den viele Organisationen durchlaufen müssen. Mitarbeiter müssen den Wert von Daten verstehen und ihre Arbeitsweisen entsprechend anpassen. Auch die Integration verschiedener Datensysteme und -quellen kann technisch anspruchsvoll sein. Zudem erfordert die ständige Anpassung an sich ändernde gesetzliche Vorschriften und Branchenstandards kontinuierliche Aufmerksamkeit und Ressourcen.

Rollen und Verantwortlichkeiten in der Data-Governance

Für eine erfolgreiche Data-Governance ist die klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten unerlässlich. Typische Rollen umfassen den Chief Data Officer (CDO), der die übergeordnete Strategie verantwortet, Data-Stewards, die für die Qualität und Integrität bestimmter Datensätze zuständig sind, und Data-Custodians, die sich um die technische Umsetzung kümmern. Auch ein Data-Governance-Committee, das wichtige Entscheidungen trifft und Richtlinien festlegt, ist in vielen Organisationen vorhanden.

Technologische Unterstützung für Data-Governance

Moderne Technologien spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Data-Governance. Spezielle Software-Tools unterstützen bei der Datenkatalogisierung, dem Metadatenmanagement und der Durchsetzung von Datenzugriffsrichtlinien. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen können zur automatisierten Datenklassifizierung und Qualitätskontrolle eingesetzt werden. Cloud-basierte Lösungen ermöglichen zudem eine flexiblere und skalierbare Verwaltung großer Datenmengen.

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Messung des Erfolgs von Data-Governance

Um den Erfolg von Data-Governance-Initiativen zu bewerten, sind die Definition und Überwachung relevanter Key Performance Indicators (KPIs) wichtig. Diese können die Verbesserung der Datenqualität, die Reduktion von Datenschutzverletzungen, die Effizienzsteigerung bei der Datennutzung oder die Einhaltung regulatorischer Anforderungen umfassen. Regelmäßige Audits und Berichte helfen dabei, den Fortschritt zu verfolgen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.

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